Osiris – Das versunkene Geheimnis Ägyptens – 10. Februar-16. Juli 2017 – Museum Rietberg Zürich

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Abenteuer unter Wasser

Fotograf Christoph Gerigk, einer der weltweit renommiertesten Unterwasserfotografen, liefert spannende Einblicke in die archäologische sowie fotografische Welt unter Wasser. Mehr Infos hier (pdf).

 ©Christoph Gerigk, Foto: Jörn auf dem Kampe
 ©Christoph Gerigk, Foto: Roland Savoye
 ©Christoph Gerigk, Foto: Jörg Menge

Osiris-Ausstellung mit Rekord

Im Museum Rietberg Zürich wurde jetzt der 50 000. Besucher gezählt

Zürich, 28. April – Am Freitagvormittag war es soweit: Eine Ergotherapeutin aus Binz, die zusammen mit ihrem Sohn die Ausstellung «Osiris – Das versunkene Geheimnis Ägyptens» sehen wollte, stellte die neue 50.000-Marke auf. Ein Rekord für das Museum in Zürich. Begrüsst wurde sie von einer Vertreterin des Ägyptischen Museums für Archäologie (Kairo) sowie von Albert Lutz, Direktor des Museums Rietberg Zürich. Als Dankeschön gab es für die Jubiläumsgäste neben Blumen, einem Ausstellungskatalog und Freikarten auch zwei T-Shirts mit einem aufgedruckten Horusauge. Das Auge war im alten Ägypten ein populäres Schutzsymbol.

Die Ausstellung ist noch bis 16. Juli 2017 zu sehen. Im Fokus der Show stehen Funde aus den letzten zehn Jahren Forschungsarbeit in den versunkenen Städten Thonis-Herakleion und Kanopus vor der Küste Ägyptens. Durchgeführt wurden die Expeditionen vom Europäischen Institut für Unterwasserarchäologie (IEASM) unter Leitung von Franck Goddio in Kooperation mit dem ägyptischen Ministerium für Altertümer und mit Unterstützung der Hilti Foundation. Ergänzt wird die Ausstellung durch 40 herausragende Stücke aus Museen in Kairo und Alexandria.

Bildlegende: (von links) Frau Hanan Mahmoud Abuelhoda (Inspektorin des Ägyptischen Ministeriums für Archäologie in Kairo); Frau Nilla Frei mit ihrem Sohn Jonas; Albert Lutz (Direktor des Museums Rietberg Zürich). Mit freundlicher Genehmigung des Museums Rietberg

Aufbau

Ausstellung „Osiris – Das versunkene Geheimnis Ägyptens” im Museum Rietberg Zuerich, ab 10. Februar 2017: Aufbau der Kolossalstatuen auf dem Museumsvorplatz vom 23. bis 27. Januar 2017.

 ©PPR/Manuel Lopez
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 ©PPR/Christian Beutler
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 ©PPR/Christian Beutler
Drei Männer vor Sphingen: Axel Langer, Projektleiter der Ausstellung „Osiris – Das versunkene Geheimnis Ägyptens“ sowie Kurator für den Neuen Orient am Museum Rietberg. Daneben steht Franck Goddio, Unterwasserarchäologe und Kurator der Osiris-Ausstellung mit Dr. Albert Lutz, Direktor Museum Rietberg (von links). Ausstellungsbeginn in Zürich ist am 10. Februar.
 ©PPR/Manuel Lopez
 ©PPR/Christian Beutler
 ©PPR/Manuel Lopez
Der Unterwasserarchäologe Franck Goddio ist Kurator der Ausstellung „Osiris – Das versunkene Geheimnis Ägyptens“, die ab 10. Februar in Zürich zu sehen ist. Mit ihm zusammen freut sich Dr. Albert Lutz, Direktor Museum Rietberg, über die Präsentation lang verschollener Funde. Im Hintergrund stehen die drei Kolossalstatuen in ihren Glashäusern.
 ©PPR/Manuel Lopez

Ausstellungsobjekte

Hemhem-Krone des Chons, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 401)
Die Kriegskrone ist in der ägyptischen Spätzeit das besondere Attribut des Kindgottes Horus, des Sohns der Isis und ihres Brudergatten Osiris.
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Votivbarken, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 1606, 1617, 1607, 1591)
Diese Votivbarken aus Blei sind bisher einzigartige Funde des Europäischen Instituts für Unterwasserarchäologie (IEASM) unter Leitung von Franck Goddio. Sie präsentieren kleine Modelle der Papyrusboote, welche die heiligen Osiris-Prozessionen auf den Wasserwegen zwischen Thonis-Herakleion und Kanopus begleiteten.
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Die Erweckung des Osiris, Ägyptisches Museum, Kairo
(CGC 38424)
Diese beeindruckende Statue aus Gneis stammt aus der Zeit der 26. Dynastie (Spätzeit des Alten Ägypten, 664–332 v.Chr.). Sie repräsentiert die kurzzeitige Wiederbelebung des Gottes Osiris. Die Krone aus Gold, Elektrum und Bronze symbolisiert die Sonnenstrahlen.
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Brusttafel aus Gold, Lapislazuli und Glaspaste, gefunden in Tanis im königlichen Grab von Pharao Scheschonq I. (um 890 v.Chr.), Ägyptisches Museum, Kairo
(JE 72171)
Das Schmuckstück gehörte laut Inschrift Pharao Scheschonq I. (reg. 945–925 v.Chr.). Darauf abgebildet ist eine Sonnenbarke, die unter einem Sternenhimmel durch das Urzeitwasser fährt. Die Lapislazuli-Sonne wird von den ausgestreckten Flügeln der Isis und Nephtys beschützt und zeigt die Göttin der Wahrheit und der Weltordnung, Maat, die Amun-Re anbetet.
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Öllampe, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 1568)
Bei den archäologischen Ausgrabungen in der Nähe eines Tempels in Thonis-Herakleion wurden zahlreiche rituelle Gegenstände und Votivbeigaben wie diese bronzene Öllampe gefunden. Sie wurde wahrscheinlich bei den Feierlichkeiten zu Ehren des Gottes Osiris verwendet, die in Thonis-Herakleion und Kanopus regelmäßig stattfanden.
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Apis-Stier, Griechisch-Römisches Museum, Alexandria
(GRM 351)
Diese beeindruckend wirklichkeitsgetreue Basaltstatue zeigt den Apis-Stier in Lebensgrösse (1,90 m Höhe). Sie stammt aus der Zeit des römischen Kaisers Hadrian (reg. 117–138) und wurde am Eingang der unterirdischen Galerien des Serapeums in Alexandria entdeckt. Griechische Texte aus der Antike erklären den Apis-Stier als Symbol der Wiedergeburt des Osiris.
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Zypriotischer Statuettenkopf aus Kalkstein, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 1394)
Der Kopf gehörte einst zu einer Statuette, die den phönizischen Gott Baal darstellte. Er wurde in Thonis-Herakleion entdeckt. Die Stadt war ein kosmopolitischer Ort, der von Seefahrern aus dem gesamten Mittelmeerraum angesteuert wurde. Der Glaube konnte frei ausgelebt werden. Diese Skulptur aus dem 5. Jh. v.Chr. dient außerdem als Beweis für die Handelsbeziehungen zwischen Ägypten und Zypern, wo sie hergestellt wurde.
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Osiris-Statuette aus Bronze mit goldenen Augen, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 1267)
In Form einer Mumie mit Atef-Krone wird Osiris als “Herrscher des Abendlandes“ präsentiert, was hier gleichbedeutend mit „Herrscher des Jenseits“ ist. Bei der jährlich stattfindenden Osiris-Prozession wurde die Wiederauferstehung des Gottes und mit ihm das Aufblühen der Vegetation nach der Nilschwemme gefeiert.
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Kolossalstatue des Gottes Hapi, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 281)
Diese Kolossalstatue aus rosa Granit (5,40 m Höhe, 4 Jh. v.Chr.) zeigt Hapi, den Gott der Nilflut und Fruchtbarkeit. Sie wurde in der Nähe eines Tempels in Thonis-Herakleion entdeckt. Es ist die bislang größte in Ägypten gefundene Statue einer Gottheit, was auf die große Bedeutung von Hapi für die kanopische Region im Nildelta hinweist.
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Phiale aus Gold, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 296)
Diese Art von Schale war in der hellenistischen Welt weit verbreitet und wurde zum Trinken und für Opfergaben genutzt.
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Schiffswrack 11, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
Dieses rund zehn Meter lange Wrack aus Sykomorenholz wurde in einem Kanal entdeckt, der nördlich am großen Tempel des Amon-Gereb in Thonis-Herakleion entlangläuft und bis nach Kanopus führt. Das Wrack wird auf das 4. Jh. v.Chr. datiert. Es könnte bei den jährlich stattfindenden Osiris-Mysterien, einem der wichtigsten Zeremonien im antiken Ägypten, zum Einsatz gekommen sein.
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Osiris-Statuette aus Bronze und Votivboot aus Blei am Meeresgrund in Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 1081, 1039)
Das Europäische Institut für Unterwasserarchäologie (IEASM) unter Leitung von Franck Goddio hat in Thonis-Herakleion zahlreiche Votivgegenstände entdeckt. Darunter auch einzigartige Votivbarken aus Blei sowie Statuetten des Gottes Osiris. Sie unterstreichen eindrucksvoll die Bedeutung des Osiris-Kults und der jährlichen Feierlichkeiten zu seinen Ehren in Thonis-Herakleion und Kanopus.
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Stele von Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 277)
Diese intakte Stele (1,99 m Höhe) trägt als Inschrift das Dekret von Saϊs, das von Nektanebos I. (reg. 378–362 v.Chr.) in Auftrag gegeben wurde. Die Stele wurde in der versunkenen Stadt Thonis-Herakleion entdeckt und ist fast identisch mit der Stele von Naukratis aus dem Ägyptischen Museum in Kairo. Der Ort, an dem sie aufgestellt werden soll, ist klar benannt: Thonis-Herakleion.
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Statue der Göttin Thoëris aus Grauwacke, Ägyptisches Museum, Kairo
(SCA 39145)
Die Göttin Thoëris in Gestalt eines auf den Hinterbeinen stehenden Nilpferds mit Brüsten und Löwenpfoten. Sie wurde als Göttin der Fruchtbarkeit und Mutterschaft mit dem schwarzen Nilschlamm gleichgesetzt, der das Land fruchtbar macht. Sie symbolisiert damit die Wiedergeburt nach dem Tod. Im nächtlichen Himmel war Thoëris das Sternenbild in der Form eines Nilpferdweibchens, das den Huf des sethischen Stiers (unseres grossen Bären) festhielt, um zu vermeiden, dass er seinem Bruder Osiris Leid zufügt (repräsentiert durch die Sterne Orion und Canopus).
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Kolossalstatue des Gottes Hapi, Thonis-Herakleion, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 281)
Diese Kolossalstatue aus rosa Granit (5,40 m Höhe, 4 Jh. v.Chr.) zeigt Hapi, den Gott der Nilflut und Fruchtbarkeit. Sie wurde in der Nähe eines Tempels in Thonis-Herakleion entdeckt. Es ist die bislang größte in Ägypten gefundene Statue einer Gottheit, was auf die große Bedeutung von Hapi für die kanopische Region im Nildelta hinweist.
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Statue der Arsinoë, Kanopus, Bucht von Abukir, Ägypten
(SCA 208)
Von besonders hoher bildhauerischer Qualität ist diese in schwarzen Granit gemeisselte Statue eines weiblichen Körpers aus dem 3. Jh. v.Chr. Sie präsentiert vermutlich die ptolemäische Königin Arsinoë II. in der Gestalt der Göttin Isis.
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